Informationen zur Aufnahme / Wiederaufnahme

Sie möchten in die Kirche eintreten / wieder eintreten und haben noch einige Fragen dazu? Sie suchen Informationen zum Thema Aufnahme in die Kirche? Dann sind sie hir richtig. Im Folgenden haben wir versucht, häufig gestellte Fragen (FAQs) zu beantworten.

Was muss ich tun, wenn ich wieder in die Kirche eintreten möchte?

Wenn ein/e Ausgetretene/r wieder in die evangelische Kirche aufgenommen werden möchte, so ist dafür in der Regel das Pfarramt des Hauptwohnsitzes zuständig.
Der/die Eintrittwillige wendet sich an das zuständige Pfarramt, der/die Pfarrerin wird dann ein seelsorgerliches Gespräch mit ihm/ihr führen.
Über die Beweggründe führt ein Pfarrer oder eine Pfarrerin oder ein Bevollmächtigter oder eine Bevollmächtigte mit ihnen ein Gespräch, in dem die wesentlichen Aussagen des evangelischen Glaubens dargestellt werden und zur Teilnahme am Gemeindeleben eingeladen wird.

Eine andere Einrittsmöglichkeit bietet im Kirchenladen "Offen-Bar" in der Siegener Oberstadt (Kölner Str. 8) die Kircheneintrittsstelle. Auch hier können sie der Ev. Kirche beitreten.

Bei diesem Gespräch sollte der/die Eintrittwillige auch die Bescheinigung des Amtsgerichtes über den Austritt vorlegen.

Kann ich auch in einer Kirchengemeinde eintreten, in der ich nicht meinen Hauptwohnsitz habe?

Zwar ist grundsätzlich das Pfarramt des Hauptwohnsitzes für die Entscheidung der Aufnahme zuständig, die Aufnahme kann aber auch in einer anderen Gemeinde erfolgen.
In diesem Fall wenden Sie sich bitte an den/die Pfarrer/in der Gemeinde, in der Sie aufgenommen werden möchten. Er/Sie wird dann ein Aufnahmegespräch mit Ihnen führen (s.o.).
Über die beabsichtigte Aufnahme wird dann der Kirchenvorstand ihres Hauptwohnsitzes informiert werden.

Was muss ich tun, wenn ich meine Konfession wechseln will?

Der Übertritt aus einer anderen Konfession in die Evangelische Kirche vollzieht sich folgendermaßen:
Nach vollendetem 14. Lebensjahr können stiftungsgemäß Getaufte (das heißt: sie müssen so getauft worden sein, dass die Taufe als gültig anerkannt wird; bei taufähnlichen Aufnahmeriten von Sekten kann dies unter Umständen nicht der Fall sein!), die einer anderen christlichen Kirche oder Religionsgemeinschaft angehören, in die Evangelische Kirche übertreten.
Auch hier wird der/die zuständige Pfarrer/in ein Gespräch mit dem/der Betroffenen führen.

Wie kann die Konfession eines getauften Kindes geändert werden?

Hat das Kind das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet, so gilt Folgendes:
Ein in einer anderen christlichen Kirche oder Religionsgemeinschaft stiftungsgemäß getauftes Kind wird bis zum 14. Lebensjahr Mitglied der Evangelischen Kirche, indem die übereinstimmende schriftliche Erklärung der Eltern oder Erziehungsberechtigten angenommen wird, nach der das Kind der Evangelischen Kirche angehören soll. Diese Erklärung muss das Versprechen enthalten, das Kind am evangelischen Religionsunterricht und an der kirchlichen Unterweisung (Konfirmationsunterricht!) teilnehmen zu lassen. Hat ein Kind das 12. Lebensjahr vollendet, so kann diese Erklärung nicht gegen seinen Willen abgegeben werden.
Nimmt ein getauftes Kind, das nicht der Evangelischen Kirche angehört, ohne diese Erklärung am evangelischen Religionsunterricht und an der kirchlichen Unterweisung teil, so wird seine Mitgliedschaft durch die Konfirmation begründet.

Wie kann jemand, der/die nicht getauft ist, in die Kirche aufgenommen werden?

Die Aufnahme erfolgt in diesem Fall durch die Taufe
Kinder, die das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, werden entsprechend dem Wunsch ihrer Eltern, bzw. Erziehungsberechtigten getauft.
Hat ein Kind das 12. Lebensjahr vollendet, kann es nicht gegen seinen Willen getauft werden. Aber auch jüngere Kinder sollten beim Taufgespräch einbezogen werden, "entsprechend ihrem Alter auf die Taufe vorbereitet und an der Gestaltung der Tauffeier beteiligt werden."
Wird ein/e Jugendliche/r oder ein/e Erwachsene/r getauft, so erübrigt sich zwar die Konfirmation, nicht aber die inhaltliche Vorbereitung auf die Taufe.
Muss ich mich noch mal taufen lassen, wenn ich wieder in die Kirche eintreten will?

Nein, wer einmal getauft ist, ist dies für das ganze Leben!

Wie kann ich die Gemeinde wechseln?

Wünscht ein Gemeindeglied einer anderen als seiner Wohnsitzkirchengemeinde anzugehören, so bedarf es der Umgemeindung. Bei der Umgemeindung ist eine schriftliche Abmeldung bei der Wohnsitzkirchengemeinde und eine schriftliche Anmeldung bei der aufnehmenden Gemeinde erforderlich.
Die Gemeindezugehörigkeit entscheidet darüber, wo das passive und aktive Wahlrecht ausgeübt werden kann. In seelsorgerlichen Fragen aber steht grundsätzlich jede/r Pfarrer/in, unabhängig von der Gemeindezugehörigkeit, zur Verfügung.

Kann ich auch mehreren Kirchen angehören?

Nein, normalerweise nicht.

Schade ich eigentlich meiner Kirchengemeinde, wenn ich aus der Kirche austrete?

Natürlich tun Sie das! Einmal abgesehen davon, dass es für jede Gemeinde schlimm ist, wenn ein Mitglied ihr den Rücken kehrt, so hat der Austritt auch weit reichende finanzielle und personelle Folgen:
Kirchengemeinden finanzieren sich und ihre Arbeit aus der Kirchensteuer. Entsprechend ihrer Gemeindegliederzahl bekommt sie jährlich Zuweisungen für die Sach- und Personalkosten. Tritt ein Gemeindeglied aus, so reduziert sich automatisch im nächsten Jahr diese Zuweisung. Da aber abgeschlossene Arbeitsverträge erfüllt werden müssen, kann es irgendwann passieren, dass die Zuweisung nicht mehr ausreicht. Dann bleibt nur entweder die Kündigung von MitarbeiterInnen, oder aber die Abdeckung der fehlenden Gelder aus Kollektenmitteln - was erfahrungsgemäß nicht endlos geht.
Auch bei der Berechnung der Pfarrstellen spielt die Gemeindegliederzahl die wichtigste Rolle. Nimmt die Zahl ab, können bei der nächsten Besetzung einer Pfarrstelle diese teilweise oder ganz gestrichen werden. Dadurch können langfristig in der Gemeinde immer weniger Aufgaben qualifiziert wahrgenommen werden.

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